
Die Geschichte einer »Guitar Army« (1970 - 1977)
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Auf dem Erfolg ihrer Tourneen und Platten reitend, hatte sich Skynyrd den Juli 1976 für die Aufnahme eines Live-Albums, ihrer 5. LP (die dann als "One more from the Road" herauskam) herausgesucht. So hatten sie Zeit, einen neuen dritten Gitarristen zu finden und für mehrere Monate würden verschiedene zum Vorspielen eingeladen, darunter Leslie West, vormals bei "Mountain" und das Südstaaten-Studiogitarren-As Wayne Perkins. Der neue Gitarrist war jedoch näher als sie glaubten.
Nach dem "Bullets"-Album begann die Band mit einem Trio von gospelähnlichen, weiblichen Hintergrundsängerinnen - Jo Jo Billingsley, Leslie Hawkins und Cassie Gaines - (The Honkettes) auf Tour zu gehen. Cassie hatte eine leidenschaftliche Stimme und hatte an der Memphis State University graduiert. Sie landete im Skynyrd-Klan nach 5 Jahren Studioarbeit. Als sie sich bewußt wurde, daß die Band einen neuen Gitarristen suchte, erzählte sie ihnen von ihrem jüngeren Bruder.
Steve Gaines war mit Skynyrd-Material vertraut genug, da seine Band Crawdaddy "Saturday Night Special" regelmäßig bei ihren Auftritten spielte. Als er von seinem Wohnort in Seneca, Missouri nach Aufforderung seiner Schwester zu einem Skynyrd-Konzert nach Kansas City fuhr, hatte er keine Ahnung, daß Cassie alles so arrangiert hatte, daß er mit der Band spielen sollte. Nachdem er die Bühne bestieg um bei "T for Texas" mitzujammen, war es an der Band, über die Fähigkeiten von Cassies jüngerem Bruder schockiert zu sein.
Mit 26 Jahren hatte Steve Gaines genausoviel professionelle Erfahrung wie Skynyrd selbst. Er war seit 1971 in einer Reihe von Bands, einschließlich einer mit Mitch Ryder, und hatte Aufnahmeerfahrung in Memphis und Macon.
Aber als er von dem Auftritt in Kansas City heimfuhr, erschien seine Karriere abgewürgt, keiner von Skynyrd sagte irgendetwas über seine Vorstellung bis er zwei Wochen später einen Anruf von Ronnie bekam, der ihn aufforderte, sich Skynyrd in Myrtle Beach, South Carolina anzuschließen.
Ronnie sagte: »Ich erwarte, daß wir alle eines Tages in Steve's Schatten stehen. Dieser Junge ist vernarrt in Schreiben und Spielen. Er hat schon jeden (in der Band) so verängstigt, daß sie alle ihr Bestes seit Jahren geben.«
Steves positive Einstellung und Energie hatte einen großen Einfluß auf die Band, besonders auf Allen, dessen Begeisterung über Steves Kansas City Aufführung hauptsächlich dafür verantwortlich war, die dritte Gitarrenposition an den jüngeren der Gaines-Geschwister zu vergeben. Die Aufnahme des Live-Albums war nur noch einen Monat entfernt, so daß Steve den Juni in Marathon-Sessions verbrachte. Dieser Monat von Proben war das erste Mal seit "pronounced" , daß sich die Band mit intensiven Proben auf eine Aufnahme vorbereitete.
Entgegen manchen Arenen, in denen Skynyrd jetzt spielte war das reichlich geschmückte Fox-Theater in Atlanta anders, es wurde wegen seiner Akustik ausgewählt. Mit Steve Gaines und ausreichenden Proben war die Band für ein klassisches Konzert vorbereitet, und das gaben sie auch.
Die Live-Atmosphäre, die von Skynyrd ausging hatte sie in die rare Stratosphäre erhoben, in der sich sonst nur die Rolling Stones oder auch die jetzt schon zerschmetterten Allman Brothers aufhielten. Beim "Gator Bowl"-Benefit für Präsidentschaftkandidat Jimmy Carter im Juli waren sie die Hauptattraktion und im August sammelten sie Schwärmereien auf Kosten der Rolling Stones auf dem Knebsworth Festival in England. (in der Fachpresse New Music Express, Sounds und anderen englischen Wochenzeitungen)
Die sprießende Live-Reputation von Skynyrd bedingte eine Reihe von Veränderungen außerhalb der Musik direkt vor und nach der Liveaufnahme im Fox. Ronnie war die Presseberichte satt, die die Band als gewalttätig, betrunken und als "Redneck" (etwa: Hinterwäldler, also stark abfällig) beschrieben.
Die Band stoppte den Gebrauch der Konfederiertenflagge als Bühnenhintergrund und verzichtete auf "Dixie" (die Südstaatenmelodie) als Eingangsmusik der Konzerte. Ronnie hatte auch angefangen, dem Aussehen seiner Person auf- und jenseits der Bühne ein anderes Image zu verschaffen, einschließlich dem Abgewöhnen der Whiskeyflasche. (Die Geburt seiner Tochter Melody hatte sicherlich einiges damit zu tun)
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