
Im Juli 2005 fahren wir nach Paris, um meinen runden Geburtstag (fifty!) dort zu feiern. Diesmal reisen wir von Metz aus mit der Bahn zum Gare de l'Est.
Als wir nach 3 Stunden Fahrt dort ankommen, kaufen wir uns jeweils eine 'Paris Visité' - damit kann man im kompletten Stadtgebiet mit jeder Metro, Bus oder auch Bahn der RER fahren, und das zur Pauschale von 18,75 € pro Person. Für diesen Preis hat das Ticket 3 Tage Gültigkeit und das lohnt sich.
Man kann sich Paris nicht einfach 'erlaufen' - die Sehenswürdigkeiten und Interessenspunkte sind alle zu weit auseinander.
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Ich selbst war schon zweimal in Paris, 1973 und 1975. Es hat sich einiges geändert, anderes ist noch wie vor 30 Jahren. Die Änderungen fallen nicht immer direkt auf, vieles eher sehr subtil, wenn man von den Hochhäusern um den auch neuen Grande Arche de la Défense mal absieht. Was sich nicht geändert hat, ist die für eine Weltmetropole übliche rege Betriebsamkeit und der irrwitzige Autoverkehr.
Nachdem wir im Hotel eingecheckt haben, machen wir uns auf den Weg in die Stadt. Zuerst fahren wir mit dem Bus bis zum Louvre. Der Himmel sieht bedrohlich aus, aber außer einem leichten Nieseln hier und da kommt nichts runter. Wahrscheinlich waren deshalb auch nicht so unendlich viele Menschen unterwegs.
Wir gehen die ganze Strecke vom Louvre durch die Gärten der Tuileries bis zum Arc de Triomphe. Am Place de la Concorde wird gerade eine große Tribüne für das Ende der Tour de France gebaut, man kann leider kein gutes Bild vom Obelisque machen.
Die Champs-Elysees selbst hat ihr Gesicht stark verändert, seit ich vor 30 Jahren hier war. Viele Fastfood-Restaurants und Billigläden haben die Exklusivgeschäfte verdrängt. Nicht alle, aber viele.
Wir beschließen, auf den 50m hohen Arc de Triomphe zu steigen. Eine enge Wendeltreppe führt hinauf (Steffi hat 281 Stufen gezählt), oben angekommen wird man für die Strapazen mit einem atemberaubendem Blick auf die Stadt und die 12 Avenuen, die hier zusammentreffen, belohnt. Napoleons Stadtarchitekt Baron Haussmann hat ganze Arbeit geleistet, soviel ist sicher.
Vom Place Charles de Gaulle Étoile nehmen wir die Metro bis zur Station Passy und gehen über die Pont de Bir Hakeim, biegen dann links Richtung Eiffelturm ab. Hier ist schon mehr los, viele der Menschen wollen wohl mit dem Aufzug rauffahren und stehen in einer langen Schlange. Nein, danke. Wir trinken lieber was und setzen uns mitten unter den Turm. Und wir sind beeindruckt von diesem Monument, wie der Rest der Menschheit wohl auch.
Es wird schon spät, und wir wollen noch essen und was trinken, also fahren wir zurück zum Place de la Trinité. Ein Restaurant findet sich schnell, diese Touristenrestaurants gibt's ja überall und um 'richtig' essen zu gehen, haben wir nicht die passenden Klamotten dabei. Als die Rechnung kommt, wird klar, daß das Essen preislich normal liegt, aber die alkoholischen Getränke sind sündhaft teuer. Ein 0,4 l Bier kostet sage und schreibe 7,20 €... na dann mal Prost :-)
Noch ein Wort zum Hotel: Obwohl preiswert, waren die Zimmer wesentlich geräumiger als preislich vergleichbare Hotels in London oder Venedig. Schöne Ausstattung mit alten, restaurierten Möbeln und einem alten, klassischen Fahrstuhl. Dieses Hotel kann als Geheimtipp gelten.
Auf dem Fernsehbild ist die Berichterstattung der 'London Bombs' zu sehen, der feige, verbrecherische und heimtückische Anschlag auf die britische Hauptstadt war gerade erst vor einem Tag.
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