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Am nächsten Tag, meinem Geburtstag, hat sich das Wetter stark verbessert. So muß es sein :-)
Als erstes fahren wir zum Place Pigalle, um von dort den Montmartre zu durchforsten. Hier am Pigalle reihen sich immer noch unzählige Sexshops und Peep-Shows aneinander, dieses Bild hat sich kaum verändert. Von hier aus wagen wir den 'Aufstieg' zur Basilica Sacré Coeur und dem Butte Montmartre, dem alten Montmarte-Viertel, in dem auch der als Touristenfalle bezeichneten Place du Tertre liegt.
Danach fahren wir mit der Metro zum Porte de Clignancourt, um die berühmten Flohmärkte zu erkunden. Ehrlich gesagt ist das Metrofahren nicht so angenehm, zwei Tage nach den Terroranschlägen auf London. Sicherheitskräfte sind sehr präsent, aber gegen einen durchgeknallten Selbstmordattentäter letzten Endes auch machtlos. Aber wir fahren bewußt, diese Idioten dürfen uns nicht von unserer Lebensweise abbringen.
Den ersten Flohmarkt, den wir finden, spottet seinem Namen. Alles Markenware zweiter Wahl. Es gibt wahrscheinlich noch andere, aber wir haben genug und düsen fast eine halbe Stunde mit der Metro unter der Stadt ins Künstlerviertel St. Germain des Prés am linken Seine-Ufer.
Dort angekommen, lassen wir uns in einem Straßencafé nieder, (im berühmten Les Deux Magots war kein Platz zu bekommen) um etwas zu essen und auch das rege Treiben auf dem Boulevard zu beobachten.
Danach streifen wir quer durch diese Gegend und lassen das Pariser Leben auf uns wirken, um dann Richtung Ile de France abzubiegen. Vom Quai de Conti aus gehen wir auf die Pont Neuf und entspannen uns ein bisschen im dort unterhalb der Brücke direkt an der Seine angelegten Park.
Weiter geht's bis zum Quai St. Michel, wo wir wieder ein Straßencafé besuchen. Die berühmte und historisch bedeutsame Notre Dame liegt direkt vor uns. Hier wurden die Könige und Königinnen (u.a. auch Maria Stuart) gekrönt, Napoleon krönte sich hier sogar selbst. Dieser prachtvolle Bau der Gotik aus dem 12. Jahrhundert ist ein steinernes Geschichtsbuch der französischen Nation.
Als nächstes gelangen wir zum Hotel de Ville und nehmen die Metro bis zum Place de la Bastille. Hier befindet sich die Kunstszene und das Gesicht der neuen Oper sieht erschreckend modern aus. Wir gehen fast komplett um den Platz und biegen dann in die Rue St. Antoine auf dem Weg zum Place des Vosges.
Der Place des Vosges wird als die schönste Platzanlage von Paris beschrieben. Mitten im Marais gelegen wurde er um 1612 angelegt, 38 Renaissancepavillions umgeben ihn symmetrisch. Hier können wir mal wieder ausspannen, bevor wir uns auf den Weg zur Galerie Vivienne machen. Diese ist eine wirkliche schöne Einkaufspassage mit Marmorböden, die sehr reschmackvoll renoviert wurde.
Über den Place des Victoires gelangen wir anschließend zum Forum Les Halles. Diese aus dem alten Pariser Markt entstandene, unterirdische Einkaufspassage bietet ein kaltes und nüchternes Bild, aber das Angebot ist extrem vielfältig.
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