
Am ersten Wochenende wollen wir der Grosstadt entfliehen und fahren ins Texas Hill Country nach Fredericksburg. Eine kleine Gemeinde, vor 150 Jahren von deutschen Auswanderen gegründet. Die kleine Stadt wurde nach den preussischen Prinzen Friedrich benannt und hat sich bis heute Gemütlichkeit und einen besonderen Reiz erhalten.
Hier findet man das wohl typische Aussehen amerikanischer Kleinstädte, malerisch liegt Fredericksburg in den die Stadt umgebenen Bergen. Leider war das Wetter nicht allzu gut, wie man auf den Bildern sehen kann.
Wenn man als Deutscher durch die Hauptstrasse flaniert kommt es einem schon seltsam vor: Deutsche Flaggen neben den texanischen, die Restaurants bieten Bratwurst und Kraut und andere typisch deutsche Gerichte. Hier sind wir auf der anderen Seite der Welt und man fühlt sich sofort zuhause. Die Menschen in Fredericksburg sind äusserst freundlich, manche gar begeistert, mit Besuchern aus Deutschland zu sprechen.
Eine Frau, die für die Republicans im Gillespie County bei einer Verlosung eines alten Autoklassikers Werbung für die Partei machte, sprach so gut deutsch, dass man nur am (kleinen) Akzent merkte, dass sie Amerikanerin war. Hier kann man sich einfach wohlfühlen. Aber Deutsch hin oder her, dies ist auch unzweifelhaft Texas mit seiner sprichwörtlichen Gastfreunschaft!
Der Grossvater des berühmten Admiral Nimitz hat hier sein Haus gebaut, das heute als Museum dient und detailliert an den pazifischen Krieg und alle, die in diesem Krieg gekämpft haben, erinnert. Ein altes, schmuckes Gebäude wie so viele in diesem schönem Fredericksburg, Texas.
Es hat einfach Spass gemacht, hier zu sein! In einem der Geschäfte hab ich ein Bild einer "Lizenz zur Prostitution" gemacht, das ist wohl vor über 100 Jahren die amerikanische Art gewesen, damit umzugehen. Danke an das Personal, das trotz Fotographierverbot nicht böse war und lächelnd weggesehen hat.